Boreout - warum Unterforderung im Job niemandem nützt

 

In den vergangenen Jahren ist viel über Themen wie Überforderung und Burn Out geschrieben worden. Zu viel Stress und zu viel Überforderung im Beruf sind besonders im Zeitalter der Digitalisierung ein großes gesellschaftliches Thema. Doch es gibt auch das Gegenteil: die totale Unterforderung im täglichen Arbeitsleben. Wer also jeden Tag mehr schlecht als recht die Zeit herumbekommen muss und nicht mehr zu tun hat als eine „Zimmerpflanze“, sollte sich ernsthaft fragen, ob es das ist, was er möchte. Fakt ist, Extreme sind selten gut. Kein Arbeitgeber möchte einen total über- oder unterforderten Arbeitnehmer in seiner Firma sitzen haben. Und Sie selbst sind sicherlich auch nicht auf die Welt gekommen, um sich zu langweilen, oder?

Wichtig ist zunächst zu verstehen, dass unterforderte Arbeitnehmer selten faul sind. Im Gegenteil, Sie wollen gerne arbeiten, doch das Umfeld oder die firmeninterne Struktur lässt sie nicht. Die Betroffenen wissen, dass Sie mehr leisten könnten, doch leider fehlt es an der richtigen Aufgabenstellung. Die Folge sind Scham und Selbstzweifel. Doch wie erkennt man Unterforderung? Ganz einfach: Wenn die eigene Arbeitssituation im Gegensatz zum eigenen Leistungsanspruch steht, sollten die Alarmglocken klingeln.

 

Hier sind drei gute Gründe, warum Sie unbedingt etwas gegen berufliche Unterforderung tun sollten:

 

1.    Sie verlieren immer mehr Ihre Begeisterung 

Wer keine zu ihm passenden Aufgaben bekommt und on top noch zu wenig Abwechslung, wird sich früher oder später von seiner Begeisterungsfähigkeit verabschieden. 

 

2.    Sie werden nachlässig 

Da Ihre „grauen“ Zellen so gut wie gar nicht benötigt werden, gibt es auch keinen Grund, sich noch sonderlich anzustrengen – es interessiert ja sowieso keinen. 

 

3.    Sie beginnen zu lügen 

Niemand gibt gerne zu, dass er im Job unterfordert ist. So beginnen Sie in absehbarer Zeit bei Ihren Freunden und Bekannten vorzugaukeln, dass die Dinge in bester Ordnung sind. Doch solche mühsam gebauten Lügengebäude haben insbesondere eins gemeinsam: Sie fallen irgendwann in sich zusammen. 

 

Was können Sie jetzt also tun? 

Suchen Sie unbedingt das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten und legen Sie die Problematik plausibel da. Es gibt jetzt natürlich die Möglichkeit, weniger zu arbeiten oder andere Aufgaben zu bekommen. Auch eine Versetzung innerhalb der Firma kann bei gegebener Größe eine Option für Sie sein. Sollte dies alles nicht möglich sein, hilft es leider nur, den Job zu wechseln. Doch sollten Sie vorher die genannten Alternativen in jedem Fall besprochen und geprüft haben.

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