Kaffee – Wissenswertes über den Wachmacher Nummer eins am Arbeitsplatz (Teil 1)

 

4,8 kg Kaffee – so viel trinkt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Kaffee ist damit das Lieblingsgetränk der Deutschen und das liegt sicherlich nicht nur am Geschmack, sondern auch daran, dass Kaffee einiges an Koffein enthält und damit den (Kick-) Start in den Arbeitstag erleichtert.

Grund genug, sich etwas ausführlicher mit dem schwarzen Getränk auseinander zu setzen.

 

Guter Kaffee beginnt mit der richtigen Lagerung 

Wenn Sie ihren Kaffee lange genießen wollen, sollten Sie darauf achten, dass er richtig gelagert wird, denn nur mit der richtigen Lagerung behält er lange sein Aroma und bleibt frisch.

Unsere Tipps:

 

1. Kaffee trocken, kühl, luftdicht und lichtgeschützt aufbewahren 

Manche Kaffeetrinker schwören darauf, den Kaffee im Kühlschrank aufzubewahren. Könnte ja eine gute Idee sein, weil es dort relativ lichtgeschützt und kühl zugeht. Wir raten aber trotzdem davon ab. Der Grund: Kaffee nimmt sehr leicht Gerüche seiner Umgebung auf – und gerade im Kühlschrank gibt es davon einige. Spricht also gegen eine Lagerung im Kühlschrank.

Aber noch ein weiteres Problem haben wir hier: Im Kühlschrank kann es relativ feucht zugehen. Das mag Kaffee überhaupt nicht. Im schlimmsten Fall fängt er sogar an zu schimmeln und wird schnell ungenießbar. Daher lauter unser Tipp: Verzichten Sie wenn möglich darauf, Kaffee im Kühlschrank zu lagern und suchen Sie ein anderes dunkles und trockenes Plätzchen für ihn.

 

2. Verpackung schließen und geeignete Materialien verwenden 

Wie die meisten anderen Lebensmittel auch, bleibt auch Kaffee länger frisch, wenn man ihn luftdicht lagert. Denn so robust der Kaffee vielleicht auch anmuten mag, ist er ein sehr empfindliches Produkt, das bei der falschen Lagerung sehr schnell verderben kann. Sauerstoff ist dabei einer der großen Feinden des Kaffee. Der führt nämlich dazu, dass die Fette und Öle, die von Natur aus in den Kaffeebohnen enthalten sind, oxidieren. Ist es einmal so weit, ist der Kaffee ungenießbar und muss entsorgt werden.

Um zu verhindern, dass Sauerstoff mit dem Kaffee in Berührung kommt, sollten Sie stets darauf achten, die Verpackung sorgfältig wieder zu verschließen. Das geht beispielsweise mit praktischen Clips ganz gut, die sich über die gesamte Kaffeetüte schließen lassen.

Eine andere Möglichkeit sind spezielle Kaffeedosen, denn hier kann der Kaffee luftdicht, trocken und zugleich lichtgeschützt aufbewahrt werden. Was die Oma schon wusste: Keramik eignet sich dabei ganz hervorragend, um die gerösteten Bohnen, oder auch das gemahlene Pulver aufzubewahren.

Und davon einmal abgesehen, sieht eine Kaffeedose aus Keramik im Vintage-Style auch noch total hip aus!

 

3. Die richtige Lagerung beginnt bereits beim Einkaufen 

Aber nicht nur das: Bereits beim Einkaufen sollten Sie auf die richtige Lagerung achten. Schließlich möchten Sie doch sicherlich den geliebten Wachmacher in einem optimalen Zustand erwerben. Das klappt am besten, wenn die Verpackung ein sogenanntes Aromaventil besitzt. Der Grund dafür ist im Verarbeitungsprozess zu suchen. Einige Tage, nachdem der Kaffee geröstet wurde, „dünstet“ er noch Kohlendioxid aus. Dieses Gas muss komplett aus den Bohnen entwichen sein, bevor sie verpackt werden können. Andernfalls würde die Verpackung im Supermarkt explodieren.

Daher müssen die Kaffeeproduzenten, bei herkömmlichen Verpackungen (die harten, rechteckigen Päckchen in Folie) einige Tage warten, bis das CO2 vollkommen entwichen ist, bevor sie den Kaffee verpacken. In dieser Zeit verliert der Kaffee aber bereits an Aroma.

Die Lösung des Problems: Verpackungen mit Aromaventil. Diese Verpackungen tragen ihren Namen zu recht, denn damit behalten die Bohnen oder das Pulver besonders viel ihres leckeren Aromas. Doch wie funktioniert das? Verpackungen mit dieser Art des Ventils lassen das nach der Röstung enstehende CO2 nach außen entweichen, ohne dass Luft nach innen gelangen könnte. So wird der Kaffee luftdicht verschlossen, ohne dass die Röster Gefahr laufen würden, platzende Verpackungen auszuliefern.

 

4.  Viel zu viel Kaffee gekauft? Es gibt einen letzten Ausweg 

Hin und wieder kommt es vor, dass wir im Urlaub, oder auf einem Geschäftstripp in eine andere Stadt einen Kaffee entdecken, der uns sofort in seinen Bann zieht. Nicht selten machen wir dann den Fehler, viel zu viel von dem neuen Lieblingskaffee für Zuhause mitzunehmen. Denn selbst umgemahlene Kaffeebohnen lassen sich nicht ohne weiteres über lange Zeiträume lagern.

Falls Sie nun nicht ihrem neuen Lieblings-Wachmacher beim Verderben zusehen möchten, gibt es einen allerletzten Ausweg, der aber wirklich nur für Notsituationen gedacht ist: Der Gefrierschrank.

Bei dieser Form der Lagerung sollten Sie jedoch auf einige Dinge achten: Packen Sie die Bohnen unbedingt in eine luftundurchlässige, spezielle Gefriertüte. Am besten eignen sich für diesen Zweck die Modelle mit einem Zipper. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen möchten, geben Sie die Bohnen zuerst in eine Tüte und verschließen diese sorgfältig, danach packen Sie alles in eine weitere Tüte. Doppelt gemoppelt hält eben besser.

Beim Auftauen sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Bohnen nicht feucht werden. Am besten gelingt das, wenn Sie sie dazu auf ein frisches Küchentuch legen. Ob das aus Papier oder Stoff ist, spielt dabei zunächst keine Rolle. Wichtig ist nur, dass es sehr gut saugfähig ist. Schließlich soll es das Tauwasser aufnehmen, bevor die Bohnen es tun.

 

5.  Bohnen sind besser als Pulver 

Die Haltbarkeit und Lagerfähigkeit von Kaffee wird auch davon beeinflusst, in welchem Zustand er aufbewahrt wird. Bohnen lassen sich in der Regel besser lagern als bereits gemahlenes Kaffeepulver. Sie behalten länger das volle Aroma und der Kaffee damit seinen unvergleichlichen Geschmack. Sollten Sie ihr Pulver also selbst mahlen, bevor Sie sich einen Kaffee kochen, beherzigen Sie unseren Tipp und mahlen Sie nur so viel Pulver, wie Sie in naher Zukunft auch verwenden werden.

Die Unterschiede in Bezug auf die Haltbarkeit sind nämlich groß: Bohnen lassen sich meist 4-6 Wochen ohne größere Probleme aufbewahren, während Pulver bereits nach zwei Wochen anfängt, sein Aroma zu verlieren.

 

6.  Der beste Tipp: Gar nicht lange lagern 

Das klingt nach zu viel Aufwand und ein klein wenig zu kompliziert? Dann beherzigen Sie doch einfach unseren ultimativen Tipp: Wenn Sie möchten, dass Ihr Kaffee immer frisch und vollaromatisch schmeckt, sollten Sie ihn einfach nicht lange aufbewahren. Im Büro ist das doch bestimmt kein Problem, denn dort finden sich mit Sicherheit Kollegen, die gerne eine Tasse des schmackhaften Wachmachers trinken würden. Oder was meinen Sie?

 

Fotoquelle: Fotolia, Urheber: kirikk_makarov

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