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Initiativbewerbung: Muster und Tipps

Hat es Ihr Arbeitgeber nicht gut durch die Krise geschafft? Dann könnte eine Initiativbewerbung der richtige Schritt für Sie sein. Denn mit einer Blindbewerbung (wie diese Bewerbungsart hin und wieder auch genannt wird) können Sie sich bei einem Unternehmen bewerben, das aktuell keine passende Vakanz hat. Was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie hier…

Initiativbewerbung: Was ist das überhaupt?

Mit einer Initiativbewerbung können sich Arbeitnehmer bei Unternehmen bewerben, ohne sich auf eine konkrete Stellenanzeige zu beziehen – und das kann durchaus erfolgreich sein.

Denn in einigen Unternehmen werden offene Position gar nicht direkt ausgeschrieben, sondern zunächst versucht, intern oder über Empfehlungen zu besetzen. Arbeitnehmer, die sich mit einer Initiativbewerbung bereits beim Unternehmen empfohlen haben, können mit etwas Glück profitieren.

Das Anschreiben einer Initiativbewerbung

Allerdings müssen sie dafür den Nerv des Personalverantwortlichen treffen. Denn eine Bewerbung ohne konkretes Stellenangebot muss vor allem eins: Den Mitarbeitern in der Personalabteilung deutlich machen, dass Sie mit voller Überzeugung genau für diese Firma arbeiten möchten.

Ein Anschreiben einer Initiativbewerbung, das voller Floskeln und Allgemeinplätze ist, wird vermutlich nicht erfolgreich sein. Denken Sie immer daran: Das Unternehmen sucht aktuell nicht (offen) nach neuen Arbeitnehmern. Daher müssen Sie echte Überzeugungsarbeit leisten, um zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. In erster Linie bedeutet das, dass Sie möglichst viele Informationen über das Unternehmen sammeln müssen. So haben sie die nötige Grundlage, um Bewerbungsunterlagen zu erstellen, die wirklich Gehalt haben.

So gehen Sie bei einer Initiativbewerbung vor

Folgende Schritte können Ihnen dabei helfen, wichtige Informationen über das Unternehmen zu sammeln:

  1. Aktuelle Stellenangebote des Unternehmens: Auf der Homepage des Unternehmens sollten Sie in erster Linie nach offenen Postionen und Karrieremöglichkeiten suchen. Einige Unternehmen bieten dort sogar an, dass sich Arbeitnehmern initiativ bewerben können. Sollten Sie dort Stellenangebote finden, lesen Sie diese aufmerksam durch. Hier finden Sie Hinweise darauf, welche Kenntnisse und Qualifikationen das Unternehmen bei Arbeitnehmern bevorzugt.
  2. Ausrichtung des Unternehmens: Neben den Stellenangeboten sollten Sie für Ihre Initiativbewerbung auch zum Unternehmen selbst recherchieren. Was sind die Geschäftsfelder, welche Dienstleistungen bietet die Firma? Ist sie global ausgerichtet oder wirtschaftet sie eher lokal? Schauen Sie dazu nicht nur auf der Seite selbst nach. Auch eine allgemeine Recherche über Google oder in lokalen Medien, kann Ihnen weiterhelfen.
  3. Bezug zum Unternehmen: Wenn Sie das Gefühl haben, ausreichend Informationen über das Unternehmen gesammelt zu haben, müssen Sie diese in den richtigen Zusammenhang bringt. Bedeutet konkret: Stellen Sie einen klaren Bezug zwischen Ihnen und dem Unternehmen her. In welcher Weise profitiert das Unternehmen davon, wenn Sie eingestellt werden? Auch an dieser Stelle ist es hilfreich, wenn Sie sich verdeutlichen, dass das Unternehmen aktuell keine neuen Arbeitnehmer sucht. Der oder die Personalverantwortliche muss daher auf den ersten Blick von Ihrem Anschreiben überzeugt sein. Das erhöht nicht nur Ihre Chancen, zu einem Gespräch eingeladen zu werden. Mit einem wirklich überzeugenden Anschreiben bleiben Sie dem Verantwortlichen auch länger im Gedächtnis. Was bedeutet, dass Sie vielleicht nicht ein ein paar Wochen, dafür aber bei einem konkreten Personalbedarf kontaktiert werden.

Initiativbewerbung abschicken – und jetzt?

So vorbereitet, konnten Sie sicherlich ein überzeugendes Anschreiben formulieren. Sollten Sie noch ein paar weitere Tipps benötigen, schauen Sie einfach in unsere Artikel zum Thema Bewerbungsanschreiben.

Übrigens können Sie noch folgendes tun, um Ihre Chancen zu verbessern: Adressieren Sie die Bewerbung direkt an den richtigen Ansprechpartner. Die allgemeine Anrede mit „Sehr geehrte Damen und Herren,…“ sollten Sie wirklich nur im absoluten Notfall verwenden.

Den Ansprechpartner der Personalabteilung finden Sie meist in anderen Stellenausschreibungen oder auf der Website. Sollten Sie nicht fündig werden, können Sie einfach direkt im Unternehmen nachfragen, an wen Sie ihre Bewerbung adressieren sollen. Andere Möglichkeit: Suchen Sie in beruflichen Netzwerken wie Xing und LinkedIn nach Mitarbeitern des Unternehmens, die für den HR-Bereich tätig sind.

Bildnachweis: stockfour by Shutterstock.com

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