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Neuer Job – So gelingt der Einstieg!

Vorstellungsgespräch gemeistert und eine Zusage für den neuen Job erhalten? Glückwunsch! Dann heißt es jetzt alles richtig machen. Denn in den ersten Tagen im neuen Job können Sie die Weichen für ihr weiteres berufliches Leben in der Firma stellen, da sollte alles bestmöglich laufen. Wir haben einige Tipps und Tricks gesammelt, wie Sie den Einstieg in den neuen Job richtig gut und vor allem angenehm für beide Seiten gestalten kann.

Seien Sie pünktlich

Zu spät kommen ist immer ungünstig, am ersten Tag im neuen Job aber ein absolutes No-Go. Fahren Sie daher die Strecke zum neuen Arbeitgeber unbedingt an einem Werktag ab – und zwar zu der Uhrzeit, zu der Sie auch am ersten Tag los müssen. Merken Sie, dass Sie vielleicht unter Zeitdruck kommen könnten, fahren Sie lieber eine halbe Stunde früher los. Geht das nicht, steigen Sie auf öffentliche Verkehrsmittel um, planen Sie aber auch hier unbedingt einen zeitlichen Puffer von mindestens dreißig Minuten ein. Denn Pünktlichkeit ist nicht nur eine Tugend, am ersten Arbeitstag geht es wirklich nicht ohne!

Sollte trotzdem der Worst Case eintreten und Sie am ersten Arbeitstag zu spät am Arbeitsplatz erscheinen, erklären Sie kurz und sachlich, warum Sie sich verspätet haben. Lange Erklärungen und Beschwichtigungen will nun wirklich kein Vorgesetzter hören. 

 

Kleiden Sie sich angemessen

Bereits im Vorstellungsgespräch hatten Sie Gelegenheit den Dress-Code der Firma auszuloten. Da das anscheinend ziemlich gut funktioniert hat, sollten Sie nun auch nicht hinter den Erwartungen zurück bleiben. Kleiden Sie sich dem Anlass entsprechend und am besten so (oder ähnlich), wie Sie es bereits im Jobinterview getan haben. Sollten Sie im Laufe der ersten Tage merken, dass ihre neuen Kollegen etwas lässiger gekleidet sind, dürfen Sie sich anpassen. Aber bitte immer mit Augenmaß und notfalls nach vorheriger Absprache mit dem Vorgesetzten.

 

Knüpfen Sie Kontakte

Um in der neuen Firma einen guten Start zu haben, ist guter Kontakt zu den Kollegen unerlässlich. Gleich zu Beginn sollte man also damit loslegen und sich gut mit den neuen Kollegen stellen – das alles aber bitte mit Bedacht. Überfordern Sie weder sich noch die anderen Mitarbeiter des Unternehmens mit zu viel Informationen. Hier und da eine wohl platzierte Information aus dem Privatleben ist aber natürlich erlaubt. Auch über den ehemaligen Arbeitgeber darf man reden, aber bitte alles im Rahmen. Denn: 

 

Reden Sie unter keinen Umständen schlecht über frühere Arbeitgeber

Aus welchen Gründen auch immer Sie den vorherigen Arbeitgeber verlassen haben, oder was dort vorgefallen ist: Unter wirklich keinen Umständen sollten Sie vor den neuen Kollegen schlecht über den ehemaligen Arbeitgeber reden. Interne Details aus anderen Firmen sind ohnehin tabu. Nicht nur unterliegen Sie als ehemaliger Mitarbeiter noch häufig einer Verschwiegenheitserklärung, die neuen Kollegen und der neue Vorgesetzte werden sich natürlich auch fragen, ob Sie in einigen Jahren vielleicht auch so über sie reden werden. Also: Lieber nicht!

 

Nicht zu übermotiviert sein

In der Einarbeitung werden Sie meist einem Kollegen oder einer Kollegin zur Seite gestellt, der oder die Ihnen die Abläufe im Unternehmen, die Software oder andere wissenswerte Dinge zeigt. Da ist es gut, wenn Sinngleich zu Beginn zu dieser Person, ein gutes Verhältnis aufbauen, denn wer weiß, vielleicht wird er oder sie sogar zu dem persönlichen Mentor und bestimmt das Vorankommen in der neuen Firma maßgeblich mit. Was sollten Sie also tun? Versuchen Sie, den Kollegen oder die Kollegin von Ihrer Person zu überzeugen.

Dazu gehört auch Höflichkeit: Lassen Sie den Kollegen oder die Kollegin unbedingt ausreden und hören Sie bei Ausführungen und Erklärungen aufmerksam zu. Machen Sie sich dazu auch Notizen. Ein Notizblock mit Stift gehört daher zur Grundausstattung für die ersten Arbeitstage im Büro. Auch Fragen sollten Sie in der Einarbeitung nicht immer genau dann stellen, wenn sie Ihnen einfallen, sondern zu einer passenden Gelegenheit. Notizblock haben Sie ja, also Fragen einfach notieren und am Ende der Erklärungen oder vielleicht sogar bei einer kurzen Kaffeepause stellen. Unter keinen Umständen sollten Sie damit sofort zum Chef rennen. Das kann nämlich ganz schnell nach hinten losgehen.

 

Seien Sie auf Vorstellungsrunden vorbereitet

Wird man am ersten Tag den neuen Kollegen vorgestellt, passiert das hin und wieder auch in großer Runde. Dort erzählt jeder der alteingesessenen Mitarbeiter etwas über sich selbst und seine Position und stellt sich damit bei dem neuen Kollegen vor. Auch darauf sollten Sie vorbereitet sein. Bereiten Sie für diese Fälle ein paar Sätze zu Ihrer Person vor. Als Leitfragen können dabei dienen: Wer sind Sie? Was können Sie besonders gut? Was haben Sie bei Ihrem ehemaligen Arbeitnehmer gemacht? Wer es dann noch schafft, in der Vorstellungsrunde eine persönliche Note unterzubringen, oder gar eine humorvolle Bemerkung zu machen, der bleibt sicherlich bei den Kollegen in guter Erinnerung.

 

Sprechen Sie Unstimmigkeiten an

Es kann natürlich sein, dass Ihr Vorgesetzter gerade Sie eingestellt hat, damit frischer Wind in eingefahrene Strukturen in der Firma kommt, oder schlimmer noch: Sie haben einem anderen Kollegen den Job „weg genommen“. Da kann es schnell mal zu Unstimmigkeiten kommen. Zögern Sie dann nicht und sprechen Sie Unstimmigkeiten sofort an, wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas mit den Kollegen nicht rund läuft. Ein klärendes Gespräch ist besser, als eine ungute Stimmung über Tage und Wochen zu einer echten Verstimmung anwachsen zu lassen.

 

Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können

Natürlich möchten Sie gleich zu Beginn einen guten Eindruck in der neuen Firm machen und den neuen Kollegen auch helfen, wo es nur geht. Gut möglich, dass Sie dabei etwas übereifrig werden und Dinge anbieten, die Sie gar nicht halten können. Seien Sie sich dieser Gefahr bewusst und daher entsprechend vorsichtig bei allen Versprechen, die Sie abgeben.

 

Gehen Sie proaktiv vor

Ist die Arbeit schneller erledigt als gedacht, oder haben Sie gerade einmal nichts zu tun, fragen Sie Kollegen nach weiteren Aufgaben oder bieten Sie ihre Hilfe an. Hin und wieder sind solche Leerlauf-Zeiten auch ein Test des neuen Arbeitgebers, wie es um Ihre Motivation und Leistungsbereitschaft bestellt ist. Ziehen Sie Arbeiten also nicht unnötig in die Länge und zeigen Sie gerade in den ersten Tagen im neuen Job, dass Sie motiviert sind und gerne auch zusätzliche Aufgaben übernehmen. Aber auch in diesem Fall gilt: Schlagen Sie dabei nicht über die Stränge, sondern arbeiten Sie in einem Tempo, das Sie notfalls auch über einige Wochen aufrecht erhalten können. 

Was hat Ihnen in den ersten Tagen im Job besonders gut geholfen? Teilen Sie es uns in den Kommentaren mit. Wir freuen uns über jeden Tipp!

Fotoquelle: Fotolia, Urheber: magele-picture

 

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