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Formulierungen im Arbeitszeugnis verstehen

Auf den ersten Blick lesen sich fast alle Arbeitszeugnisse positiv. Schlechte Beurteilungen verbergen sich meist hinter verklausulierten Floskeln. Wir zeigen Ihnen, worauf Arbeitnehmer bei ihrem Zeugnis achten sollten und wie Sie die
Formulierungen im Arbeitszeugnis verstehen, zeigen wir hier:

Leistungsbeurteilung

Sehr gute Arbeitsleistungen werden in ausführlichen Tätigkeitsbeschreibungen und durch Formulierungen in Superlativen dokumentiert.

– „stets zu unserer vollsten/höchsten Zufriedenheit“ steht für die Note „sehr gut“
– „erfüllte ihre/seine Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ beschreibt eine gute Arbeitsleistung
– „zu unserer vollen Zufriedenheit“ meint nur ein befriedigendes Ergebnis

 

Soziale Kompetenz

– „Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei/vorbildlich“ – der Arbeitnehmer erhält Bestnoten
– „Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern war vorbildlich“ steht für eine gute Beurteilung

Sollten Vorgesetzte oder Kunden nicht aufgeführt werden, kann dies ein Hinweis auf Konflikte sein.

 

Fachkenntnisse

– „hervorragende Fachkenntnisse auch in Randbereichen“ – der Arbeitnehmer wird mit einem „sehr gut“ bewertet
– auf Lücken in der fachlichen Kompetenz weist die Klausel „hervorragende Kenntnisse in Teilbereichen“ hin

 

Schlussformel

Es ist allgemein üblich, dass der Arbeitgeber am Ende des Zeugnisses seinen Dank an den Arbeitnehmer ausspricht. Einen Hinweis auf großes Bedauern über über den Verlust des Mitarbeiters* zeigt folgende Formel an: „Wir bedauern ihr/sein Ausscheiden außerordentlich und danken für die stets hervorragende und erfolgreiche Zusammenarbeit. Wir wünschen ihr/ihm für ihren/seinen beruflichen und privaten Werdegang alles Gute.“
Die Formulierung „Wir bedauern ihr/sein Ausscheiden und wünschen ihr/ihm für die Zukunft alles Gute!“ weist darauf hin, dass der Arbeitnehmer keine große Lücke im Unternehmen hinterlässt.

* alle Begriffe wie „Arbeitnehmer, Kollegen, Mitarbeiter, Vorgesetzte etc.“ werden für alle Beschäftigten weiblichen, männlichen und diversen Geschlechts verwendet

 

 

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